Bewährtes bleibt erhalten – Neues kann entstehen

Mit dem neuen Jahr ist die neue Pfarrei Hl. Edith Stein Bruchsal gestartet

Für die Katholikinnen und Katholiken in der Region zwischen Bruchsal, Bretten, Linkenheim und Kraichgau hat sich mit dem Jahreswechsel nicht nur der Name der Pfarrgemeinde geändert. Auch der Zuschnitt der Kirchengemeinde sieht nun anders aus: Die neue Pfarrei Hl. Edith Stein umfasst nun die bisherigen Seelsorgeeinheiten Bad Schönborn-Kronau, Bretten-Walzbachtal, Bruchsal St. Vinzenz, Bruchsal-Michaelsberg, Forst-Ubstadt-Weiher, Graben-Neudorf-Linkenheim, Karlsdorf-Neuthard-Büchenau, Kraichtal-Elsenz, Oberhausen-Philippsburg, Östringen, Sickingen, Stutensee-Weingarten sowie Waghäusel-Hambrücken.

Mit dem 1. Januar 2026 wurden in der Erzdiözese Freiburg 36 neue Pfarreien – zugleich staatsrechtliche Kirchengemeinden – gebildet. Sie entstehen aus den bisherigen 1.048 Pfarreien in den 224 Seelsorgeeinheiten der 26 Dekanate, die in diesem Zuge aufgelöst wurden. Die Neuordnung setzt um, was im Rahmen des Projekts Kirchenentwicklung 2030 seit 2021 von zahlreichen haupt- und ehrenamtlich Engagierten auf Diözesan- wie Pfarreiebene vorbereitet und geplant wurde. 
Im Gebiet des ehemaligen Dekanats Bruchsal haben bereits im Oktober 2025 die neuen Teams mit Leitungsfunktionen ihre Arbeit aufgenommen. Leiter der Pfarrei ist Pfarrer Dr. Johannes Mette, sein Stellvertreter ist Frank Prestel, der Leitende Referent ist Thomas Macherauch. Außerdem gehören dem Leitungsteam der Ökonom Thomas Barth und seine Stellvertreterin Johanna Heidler-Gerstl an. 

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Termin:

Domkapitular Michael Hauser (Freiburg) wird im Auftrag von Erzbischof Stephan Burger 
am 24. Januar 2026
das Leitungsteam für die Pfarrei Hl. Edith Stein in ihr neues Amt einführen und die Pfarreiräte segnen.
Zum feierlichen Investiturgottesdienst in der Kirche St. Josef in Bruchsal mit anschließender Begegnung lädt die Kirchengemeinde Edith Stein herzlich ein.
(Adresse: Kirche St. Josef, Philippsburger Straße 11, Bruchsal)
Anmeldung ist hier möglich: Anmeldung Investitur-Gottesdienst
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Johannes Mette, Frank Prestel und Thomas Macherauch sind unter anderem Vorgesetzte von Mitarbeitenden im pastoralen Dienst und verantworten die strategische Weiterentwicklung der Pfarrei. Der Pfarreiökonom Thomas Barth leitet mit seiner Stellvertreterin Johanna Heidler-Gerstl die Verwaltung der Kirchengemeinde. Die Leitung erfolgt künftig in geteilter Verantwortung – unter Wahrung der kirchenrechtlichen Stellung des Pfarrers als Leiter der Pfarrei. 
Wie in vielen anderen Pfarreien auch, haben in den Seelsorgeeinheiten in der Region in den vergangenen Jahren verschiedene Arbeitsgruppen die neue Pfarrei geplant und bisherige Pfarrgemeinderäte und Stiftungsräte in Gründungsvereinbarungen den Rahmen ihrer neuen Pfarrei beschlossen. Auf dieser Basis starten nun die neuen Pfarreien mit ihren Teams und Themen. Das vielfältige Engagement der pastoralen Mitarbeitenden wird auch in den neuen Pfarreien fortgeführt: Priester, Diakone, Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten sowie Gemeindereferentinnen und Gemeindereferenten werden im Dienst des Evangeliums für die Menschen da sein. So werden in der Pfarrei Hl. Edith Stein 16 Priester neben dem Pfarrer Johannes Mette im Dienst sein. Bewährte pastorale Angebote
Auch künftig ist die Kirche mit festen Gottesdienstzeiten und verlässlichen Ansprechpersonen vor Ort präsent. Bewährtes bleibt erhalten, unterschiedliche Schwerpunkte werden gesetzt und innovative pastorale Angebote erprobt. Die Gemeindeteams bleiben eine zentrale Säule des kirchlichen Lebens und werden durch neue Teams aus Haupt- und Ehrenamtlichen ergänzt: Kompetenzteams mit speziellen thematischen Schwerpunkten, zum Beispiel die Katechese. Kirchortteams stehen für lokale pastorale „Hotspots“ wie Quartiersläden und Kontaktflächen bieten neue Erprobungsräume für vielfältige und innovative Formen kirchlichen Lebens. 

Neue Gremien

Die Pfarreiratswahl im Oktober 2025 war das erste große gemeinsame Ereignis der neu entstehenden Kirchengemeinden. Seit dem 1. Januar 2026 übernehmen 26 Frauen und Männer ihr Amt im Pfarreirat der Pfarrei Hl. Edith Stein Bruchsal. Sie legen unter anderem die Ziele und Schwerpunkte der pastoralen Arbeit fest und beschließen – nach Beratung durch den Pfarreivermögensverwaltungsrat – den Haushaltsplan. Daneben wird im Vermögensverwaltungsrat die Arbeit der Verwaltung beaufsichtigt und vermögensrelevante Entscheidungen werden überprüft. 

Effiziente Verwaltung und verlässliche Trägerstrukturen      


Ein grundlegender Bestandteil der Kirchenentwicklung 2030 ist der Aufbau einer effizienten und starken Verwaltung in den Kirchengemeinden. In diesem Zuge werden die bisherigen Verrechnungsstellen aufgelöst, wobei ein Großteil ihrer (stellvertretenden) Leitungen für die Besetzung als Pfarreiökonominnen und -ökonomen gewonnen werden konnte. Zur Unterstützung der Kirchengemeinden wurde zum 1. Januar 2026 ein „Diözesaner Verwaltungsdienst“ eingerichtet, der für sie die Finanzbuchhaltung und Personalabrechnung übernehmen wird. Der Verwaltungsdienst wird an sechs Standorten vertreten sein, mit einer Zentrale in Freiburg und fünf Außenstellen in der Erzdiözese. Das Personal der früheren Verrechnungsstellen bleibt weiterhin in einem diözesanen Beschäftigungsverhältnis mit einem Arbeitsplatz an einem der sechs Standorte des Verwaltungsdienstes oder an einem lokalen Verwaltungsstandort der 36 Kirchengemeinden. Auch Kindertageseinrichtungen und Familienzentren als verlässliche pastorale Bildungs- und Betreuungsorte bleiben weiterhin in Trägerschaft der neuen Pfarreien und werden in deren neue Strukturen überführt. 

Immobilien 

 
Über die Nutzung der lokalen Bestände kirchlicher Immobilien entscheiden die Verantwortlichen vor Ort und orientieren sich dabei am pastoralen Konzept ihrer Pfarrei. Ein Rückgang kirchlicher Immobilien ist angesichts sinkender Mittel und geringerer Nutzung erwartbar, aber gleichzeitig gilt es, umsichtig und mit Bedacht Entscheidungen über Immobilienbestände zu treffen. Ziel ist es, die Gebäude zu erhalten, die als Orte der Gemeinschaft, der Begegnung und der Glaubensverkündigung unverzichtbar für die Zukunft kirchlichen Lebens sind. Bei der Erstellung einer entsprechenden Immobilienkonzeption werden die Kirchengemeinden von verschiedenen kirchlichen Fachstellen sowie von Expertinnen und Experten unterstützt. Ausblick und Hintergrund.

Die Kirchenentwicklung 2030 ist der tiefgreifendste Veränderungsprozess in der 200-jährigen Geschichte der Erzdiözese Freiburg. Die strukturelle und kulturelle Neuordnung wurde 2019 von Erzbischof Stephan Burger angestoßen. Sie ist eine notwendige Reaktion auf den gesellschaftlichen Wandel und veränderte Rahmenbedingungen wie sinkende Mitgliederzahlen, weniger Priester und geringere finanzielle Mittel.