Prävention | Intervention

 

Für eine Kultur der Grenzachtung

Unser Dekanat mit seinen 13 Kirchengemeinden soll ein sicherer Ort sein – im Besonderen für Kinder, Jugendliche und schutz- oder hilfebedürftige Erwachsene.
Alle, die sich bei uns engagieren und alle, die unsere Angebote in Anspruch nehmen, sollen sagen können:
„Hier fühle ich mich wohl!“.
 
Um diesem Ziel näherzukommen, haben wir auf der Basis der diözesanen Regelungen Konzepte und Maßnahmen entwickelt, die wir hier vorstellen.
 

Die institutionellen Schutzkonzepte unseres Dekanats und seiner Kirchengemeinden bündeln die Maßnahmen zur Prävention gegen sexualisierte Gewalt. Sie beinhalten Erkenntnisse aus den Schutz- und Risikoanalysen und die Konsequenzen, die wir im Dekanat und in den Kirchengemeinden daraus gezogen haben. Die Schutzkonzepte beschreiben, wie wir grenzverletzendes und übergriffiges Handeln vermeiden und wie wir damit umgehen, wenn uns Vermutungen oder Beobachtungen von sexualisierter Gewalt gemeldet werden.
 

Mit der Erklärung zum grenzachtenden Umgang bestätigen Personen, die wir zum Handeln beauftragen, nach einer Unterweisung bzw. Schulung, dass sie sich zum Wohl der anvertrauten Personen verhalten wollen. Die Erklärung zum grenzachtenden Umgang beinhaltet auch unseren Verhaltenskodex. Dieser dient der Orientierung aller Beteiligten: Mitarbeitende, Teilnehmende und Eltern können nachlesen, welche Verhaltensweisen für einen grenzachtenden Umgang erwünscht oder ausgeschlossen sind. Damit wird die Anbahnung von sexuellen Übergriffen erschwert und Personen werden ermutigt, übergriffige Handlungen zu stoppen und ggf. zu melden.
Unsere Erklärung zum grenzachtenden Umgang und den Verhaltenskodex finden Sie im Download-Bereich.
 

Auf der Basis von weltlichem und kirchlichem Recht entscheiden wir, für welches Engagement in unserer Kirchengemeinde ein erweitertes Führungszeugnis notwendig ist. Wir fordern diejenigen, die nach Art, Intensität und Dauer im nahen Kontakt mit anvertrauten Personen stehen, auf, ein erweitertes Führungszeugnis zu beantragen und zur Einsichtnahme vorzulegen. 
Das Verfahren der Einsichtnahme und die zugehörigen Dokumenten finden Sie im Download-Bereich.
 

In unseren Präventionsschulungen informieren wir über das Thema sexualisierte Gewalt (z.B. Täterstrategien, Ausmaß, ...), sensibilisieren wir für einen grenzachtenden Umgang und stärken die Handlungssicherheit im Umgang mit Grenzverletzungen und (sexualisierten) Übergriffen. Auch die Auseinandersetzung mit unserem Verhaltenskodex spielt eine wichtige Rolle. 
 

In unseren Ferienfreizeiten, Aktionen und Gruppenstunden für Kinder und Jugendliche arbeiten wir mit den Rechtepässen für Kinder und vermitteln wichtige Botschaften der Prävention gegen sexualisierte Gewalt.
Unter anderem mit Hilfe von Wimmelbildern sprechen wir mit Kindern und Jugendlichen über grenzachtende und grenzverletzende Situationen.
 

In unserer Seelsorgeeinheit ermutigen wir Menschen dazu, sich zu Wort zu melden, wenn sie von Grenzverletzungen, Übergriffen bzw. psychischer, physischer oder sexualisierter Gewalt betroffen sind oder davon erfahren. Hierfür sind Handlungsleitfäden, Adressen zu weiteren internen und externen Unterstützungssystemen in den Flyern im Download-Bereich und im Bereich "Koordinationsstelle Prävention der Erzdiözese Freiburg" aufgeführt.