Bei „fleischlichen Genüssen“ scheiden sich die Geister. Global betrachtet verursacht das Ernährungssystem je nach Schätzung 20 bis 35 Prozent der anthropogenen Treibhausgasemissionen. Dabei entfallen bis zu 80 Prozent auf die Tierproduktion – mit gravierenden Folgen für Umwelt und Tierwohl. Dennoch gilt die Entscheidung über den Fleischkonsum bisher vor allem als Privatsache, geprägt von kulinarischen, kulturellen oder moralischen Vorlieben. Politische Eingriffe in diesen Bereich stoßen oft auf Widerstand.
Die hybride Podiumsdiskussion Wie viel Fleisch verträgt die Zukunft und wie wenig toleriert unsere Gesellschaft? am Mi. 03.12.2025 um 19 Uhr will die gesellschaftliche Debatte über die Zukunft unseres Ernährungssystems anstoßen und nachhaltige Lösungsansätze erkunden.
Es wirken mit:
Martina Braun MdL (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN); Prof. Dr. Gunther Hirschfelder (Kulturwissenschaft, Regensburg); Dr. Friederike Schmitz (Autorin, Berlin).
 
 

Sie haben Ihren Kaffee auf Fair Trade umgestellt, Ihre Milch ist bio-regional, das Druckerpapier wird in Recyclingqualität bestellt – und Ihnen fällt nichts mehr ein, was Sie verbessern könnten? Dann klicken Sie sich durch die fair.nah.logisch.-Ideensammlung, mit welcher das Freiburger Referat Fair-Trade-Diözese zugleich das vielfältige Engagement von fair.nah.logisch.-Einrichtungen und -Kirchengemeinden vorstellt. Nachmachen ausdrücklich erwünscht!
 
Das fair.nah.logisch.-Handbuch bietet Informationen zur nachhaltigen Beschaffung in der Erzdiözese und der Initiative fair.nah.logisch. Es beinhaltet ebenso weitere Themen wie z.B. Informationen zu den Rahmenverträgen und „wir-kaufen-anders“ sowie praktische Tipps und Handlungsempfehlungen zu verschiedenen Themen wie Papier, Kerzen oder Reinigungsmittel. Zudem finden Sie Checklisten z.B. für die Planung nachhaltiger Veranstaltungen.
 

Vor unserem Haus wachsen wunderbare Trauben: ungespritzt, köstlich süß. Nun kommen auch Vögel und Insekten, um von ihnen zu fressen. Das wurmt mich manchmal, und ich denke: Ihr Diebe! Aber mit welchem Recht denke ich das? Ist es nicht umgekehrt?
 
In wenigen Tagen feiern wir Erntedank. Wir danken Gott dafür, dass die Erde alles wachsen lässt, was wir zum Leben brauchen. Wir erinnern uns dankbar an die Arbeit der Landwirte, Gemüsebauern, Bäcker, Imker …
 
Ich stelle mir vor, eine Biene kommt in den Erntedankgottesdienst geflogen. Wie wird sie das erleben? Könnte sie reden, würde sie wahrscheinlich sagen: „Das war Diebstahl. Ihr klaut mir den Honig und speist mich mit billiger Zuckerlösung ab.“
Verdeckt und vertuscht unser Ernte-Dank mitunter etwa knallharten Diebstahl?
 
Die verärgerte Biene würde auch fragen, wie ich es mit der Schöpfungsgemeinschaft halte. Wie sollen Artenvielfalt und natürlicher Lebensraum erhalten bleiben, wenn wir mit Insektiziden und Pestiziden ausrotten, was unserem Gewinnstreben nicht zuträglich ist?
 
Mein Dank an den Schöpfer soll nicht dazu führen, die Mit-Schöpfer zu ignorieren – den Imker nicht, der vielleicht in Brasilien für einen Hungerlohn schuftet, den LKW-Fahrer nicht, der die Lebensmittel zuliefert – und auch die Bienen nicht, die für jedes Glas Honig zehntausende Male ausfliegen, eine Million Blüten aufsuchen und 80.000 Kilometer zurücklegen, zweimal um die Erde.
 
Ute Jenisch (nach: Detlef Lienau/Impulse für die Schöpfungszeit)
 

Probieren Sie doch mal Folgendes aus:
Einfach täglich für 10 Minuten an immer demselben Platz in der Natur sitzen und schauen (vielleicht an einem Lieblingsort im Garten, am See, im Wald?) Oder „erden“ Sie sich und stehen oder gehen Sie mit nackten Füßen auf Gras und Erde.
 
Wer das täglich macht, wird mit der Zeit eine Veränderung in der eigenen Wahrnehmung und Haltung spüren und vielleicht in Staunen versetzt.
Die Anerkennung, dass die Erde unser einzig gegebener Lebensraum ist, und die Bereitschaft, die Schöpfung zu respektieren, sind Grundlagen von Schöpfungsspiritualität. Sie ermutigt dazu, die Welt nicht nur als eine Ansammlung von (aus-)nutzbaren Ressourcen zu sehen, sondern als ein lebendiges, miteinander verbundenes System.
 
Gelingt es mir, über das Wunder der Schöpfung so zu staunen und dankbar zu sein, und mich einzureihen in die Geschöpfe dieser Erde, kann aus einem „EGO“ ein „ECO“ werden.
 
Die Klimakrise ist auch eine Beziehungskrise – mit der Schöpfung, mit Gott, mit mir selbst in meinem Menschsein. Als „Erdlinge“ (Adam) und „Lebendige“ (Eva) sind wir Menschen eingereiht in den Kreis des Lebens, zusammen mit allen Geschöpfen. Das zu erkennen und zu spüren weckt eine geschwisterliche Haltung und setzt uns neu in Beziehung zu Gott, der Natur und zu unseren Mitmenschen.

Leg deine Schuhe ab; denn der Ort, wo du stehst, ist heiliger Boden. (Ex 3,5)
 
 

Schöpfungsspiritualität war nie Mainstream im Christentum und über Jahrhunderte hinweg hatte das Christentum ein recht negatives Verhältnis zur Natur. Doch in Zeiten der Klimakrise werden schöpfungsspirituelle Ideen (wieder)entdeckt: die Verbundenheit mit allem, was lebt, eine radikale Mitgeschöpflichkeit, eine leidenschaftliche Beziehung zur Natur und erdverbundene geistliche Praktiken. Hierzu gibt ein Online-Vortrag am 9. Juli von 11 bis 12 Uhr einen Überblick, inklusive kleiner Übungen zum Ausprobieren. Referent ist Dr. Martin Horstmann, Diakoniewissenschaftler und Referent beim Ökumenischen Prozess "Umkehr zum Leben – den Wandel gestalten" in der Werkstatt Ökonomie, Heidelberg.
Weiter zur Anmeldung ...
 

Das Institut für Kirche und Gesellschaft bietet regelmäßig interessante online-Fortbildungen und Vorträge an. Am 3. Juni geht es in der Reihe „Fährt ein Zug nach irgendwo? Klimapolitik zwischen Bundestagswahl und Weltklimakonferenz“ um 18 Uhr um die Frage, wohin es mit der Industriepolitik geht.
 
Im Ankündigungstext heißt es:
„Ein zentraler Aspekt der sozial-ökologischen Transformation ist der Umbau der Industrie. Es geht um die Finanzierung der Transformation, besonders aber auch um Energie. Produzieren mit Strom aus erneuerbaren Energien wo eben möglich, wo nicht mit Wasserstoff? Grundsätzlicher aber auch: Welche Industrie hat unter welchen Bedingungen überhaupt eine Zukunft in Deutschland? Diese und weitere Fragen wollen wir mit Prof. Dr. Rudolf Hickel von der Universität Bremen diskutieren.“
 
Die Teilnahme an der Online-Veranstaltung ist kostenlos. Den Zoom-Link erhalten Sie kurz vor Veranstaltungsbeginn. Eine  Anmeldung mit Angabe der E-Mail-Adresse ist daher nötig.
 

Wenn der Frühling kommt, sehnen sich viel nach „Tapetenwechsel“, frischen Farben und Kleidern oder nach anderer Deko.
Aber muss das „Neue“ unbedingt neu gekauft sein? Kann es nicht auch getauscht oder gebraucht erworben sein?
Im Wonnemonat Mai gibt es vielerorts Flohmärkte für allerlei schöne Dinge.
Hier einige Beispiele:
16. Mai 2025: Second Hand Shopping Weltladen Zeutern Weltladen Zeutern (@weltladen_zeutern)
 

Quelle: Marco Verch via ccnull.de, https://ccnull.de/foto/lebendiges-freilandhuhn-erkundet-gruenen-bauernhof/1103599

Zu Ostern sind Eier ein Symbol des Lebens und der Hoffnung auf Auferstehung. Doch hinter der bunten Fassade verbergen sich oft dunkle Seiten: Eier von Hühnern aus der Massentierhaltung und Kinderarbeit in der Kakaoproduktion.
 
Setzen Sie auf Alternativen! Freiland-Hühnereier vom Biobauern und fair gehandelte Schokoladenprodukte garantieren, dass niemand durch die Produktion zu Schaden kommt. Unterstützen Sie zum Beispiel die Osteraktion 2025 von INKOTA und fordern Sie faire Preise für Kakaobauern. Verschenken Sie „Eier des Lebens und der Hoffnung“, und machen Sie Ostern zu einem Fest des verantwortungsvollen Genusses.
 

Man kann ökologisch und fair einkaufen. Auch und gerade als Kirchengemeinde. Das Erzbistum Freiburg hat Rahmenverträge, die genutzt werden können! 
 
Am 13. März findet im Rahmen einer Online-Veranstaltung eine Einführung in das Thema der nachhaltigen Beschaffung statt. Referenten sind Eva Jerger, Leitung des Referats Fair Trade-Diözese, und Jonas Schopp, Leitung des Referats Vergabe- und Beschaffungsmanagement. Sie informieren über die bestehenden Rahmenverträge und deren Nachhaltigkeit.